Zum Hauptinhalt springen
Zurück zur Startseite
Automatisierung mit KI

Automatisierung mit KI: Wenn aus der Küchenmaschine ein Thermomix wird

Klassische Automatisierung ist wie ein perfekt eingespieltes Fließband. Mit KI bekommt dieses Fließband plötzlich Augen und Ohren, aber Sie bestimmen weiterhin, wohin es läuft.

Viele Unternehmen haben inzwischen verstanden: Automatisierung ohne KI ist das Fundament. Klare Wenn-Dann-Regeln, saubere Prozesse, wiederholbare Abläufe, das ist die solide Basis, auf der Digitalisierung im Alltag funktioniert.

Doch irgendwann stoßen diese Regeln an Grenzen: E-Mails sind nicht immer gleich formuliert, Kundenanfragen nicht immer eindeutig, Dokumente nicht immer sauber strukturiert. An dieser Stelle kommt Automatisierung mit KI ins Spiel: KI ergänzt das, was Regeln alleine nicht leisten können.

Wichtig: Wir ersetzen nicht das Fundament der Automatisierung ohne KI, wir bauen ein weiteres Stockwerk darauf. Und wir sprechen hier noch nicht über vollautonome AI Agents, sondern über KI als Werkzeug im Rahmen klar definierter Prozesse.

Wo klassische Automatisierung an ihre Grenzen stößt

Regelbasierte Automatisierung ist großartig, solange die Welt sich an klare Regeln hält. Aber der Alltag in KMU sieht oft anders aus: unstrukturierte Infos, Ausnahmen, Zwischentöne.

1. Unstrukturierte Informationen

Rechnungen, Angebote, handgeschriebene Notizen, E-Mails mit Roman-Länge, all das folgt keinem starren Schema. Regeln können nur prüfen, was sie erkennen. Sie können nicht „verstehen“.

KI kann hier Texte lesen, Inhalte erfassen und in strukturierte Daten übersetzen. Etwas, das bisher Menschen vorbehalten war.

2. Aufgaben, die Textverständnis brauchen

Produktbeschreibungen, Kundenantworten, Zusammenfassungen von Meetings, das sind Tätigkeiten, bei denen Sprache und Ton eine Rolle spielen. Regeln können auslösen, aber nicht formulieren.

KI kann hier Vorlagen schreiben, Inhalte strukturieren und Vorschläge machen, die ein Mensch nur noch prüft.

3. Graubereiche und „Bauchgefühl“-Entscheidungen

Ist eine Anfrage dringend? Ist ein Kunde verärgert oder nur gestresst? Welche Kategorie passt am besten? Regelbasierte Systeme kennen nur schwarz oder weiß.

KI kann Muster erkennen, Stimmungen einschätzen und Vorschläge machen. Die Entscheidung bleibt bei Ihren Mitarbeitenden.

Fundament + Erweiterung: Wie KI auf bestehende Automatisierung aufbaut

Die beste Automatisierung mit KI beginnt fast immer mit einem klaren Fundament ohne KI: stabile Workflows, definierte Zuständigkeiten, saubere Datenwege. Erst wenn diese Basis steht, lohnt es sich, KI einzubauen.

Typischer Ablauf:

  • 1.Ein regelbasierter Workflow löst aus: „Neue Anfrage ist eingegangen“, „Neue Rechnung hochgeladen“, „Neuer Mitarbeiter gestartet“.
  • 2.An genau definierten Stellen übernimmt die KI: interpretiert Inhalte, schlägt Antworten vor, strukturiert Daten.
  • 3.Das Ergebnis fließt zurück in den Workflow und der Prozess läuft geregelt weiter.

So bleiben Ihre Abläufe nachvollziehbar und stabil und trotzdem profitieren Sie von den neuen Möglichkeiten der KI.

Wie Automatisierung mit KI im Alltag aussieht

Beispiel 1: Der übervolle Support-Posteingang

Das Problem:

Ihr Support-Team verbringt Stunden damit, E-Mails zu lesen, grob zu sortieren und Standardantworten zu tippen.

Die Kombination aus Regeln + KI:

  • Eine regelbasierte Automatisierung sammelt alle Support-Mails an einem Ort.
  • Die KI liest jede Mail, erkennt Thema, Dringlichkeit und Stimmung.
  • Die KI schlägt eine passende Antwort vor und ordnet die Anfrage dem richtigen Team zu.
  • Ein Mitarbeiter prüft den Vorschlag, passt ihn bei Bedarf an und schickt ihn ab.

Ergebnis:

Ihr Team beantwortet mehr Anfragen in besserer Qualität, ohne mehr Überstunden. Die Mitarbeitenden entscheiden, die KI bereitet vor.

Beispiel 2: Angebote, die sich (fast) von selbst schreiben

Das Problem:

Für jedes Angebot muss der Vertrieb wieder von vorne anfangen: Anfrage lesen, Details herausfiltern, Texte formulieren, Preise einfügen.

Die Kombination aus Regeln + KI:

  • Ein Formular oder eine E-Mail löst automatisch einen Angebots-Workflow aus.
  • Die KI analysiert die Anfrage, erkennt Umfang, Branche und besondere Wünsche.
  • Sie erstellt eine Angebotsstruktur mit Textvorschlägen und offenen Fragen.
  • Der Vertrieb prüft, ergänzt Preise und Feinheiten und verschickt das Angebot.

Ergebnis:

Angebote entstehen schneller, konsistenter und mit weniger Tippaufwand, die Qualität gewinnt, nicht die Textmenge.

Die Werkzeugkiste: Tools für Automatisierung mit KI

Sie müssen kein KI-Forscher sein, um diese Werkzeuge sinnvoll zu nutzen. Entscheidend ist, wo im Prozess sie eingesetzt werden und mit welchen Grenzen.

n8n + KI-Module

n8n bleibt der regelbasierte Motor. KI wird dort eingebaut, wo Interpretation, Text oder Entscheidungen nötig sind.

Typischer Einsatz:

E-Mails automatisch verstehen, klassifizieren und Antwortvorschläge erstellen, die in Ihren bestehenden n8n-Workflows weiterlaufen.

Zapier/Make mit KI-Schritten

Ideal für Cloud-Tools: Text analysieren, Inhalte zusammenfassen, Daten einordnen. Eingebettet in einfache Wenn-Dann-Abläufe.

Typischer Einsatz:

Support-Anfragen zusammenfassen, Tags vergeben, passende Teams zuweisen und Antwortentwürfe erzeugen.

Microsoft Copilot & 365 KI

Nutzen Sie KI direkt dort, wo Ihre Mitarbeitenden ohnehin arbeiten: Outlook, Word, Excel, Teams.

Typischer Einsatz:

Mails zusammenfassen, Protokolle aus Meetings erstellen, Tabellen analysieren und Vorschläge für nächste Schritte machen.

ChatGPT & andere LLMs per API

Für individuelle Lösungen: KI als Baustein in eigenen Workflows, mit klaren Grenzen und definierten Aufgaben.

Typischer Einsatz:

Dokumente automatisch auslesen, strukturierte Datensätze erzeugen, erklärende Texte für Kunden oder Mitarbeitende generieren.

Automatisierung mit KI ≠ AI Agents

In diesem Artikel geht es um KI als Baustein in klar definierten Prozessen. Die KI hilft, zu verstehen, zu strukturieren und vorzubereiten, aber sie entscheidet nicht eigenständig über ganze Abläufe.

Automatisierung mit KI bedeutet:

  • Der Prozessablauf ist klar definiert.
  • KI übernimmt einzelne Arbeitsschritte (z. B. Text verstehen, Vorschläge machen).
  • Menschen behalten die Kontrolle und nehmen finale Entscheidungen.

AI Agents gehen einen Schritt weiter: Sie planen selbstständig mehrere Schritte, entscheiden, welche Tools sie nutzen und welche Informationen sie brauchen. Das ist ein eigenes Thema, zu dem es einen separaten Artikel gibt.

In fünf Schritten zu sinnvoller Automatisierung mit KI

Statt „Wir machen jetzt AI!“ gehen wir strukturiert vor. Mit Ihren Mitarbeitenden im Mittelpunkt.

01

Phase 01: Fundament: Regelbasierte Automatisierung

  • Bestehende Prozesse aufnehmen und strukturieren
  • Klar definieren, was sich zuverlässig automatisieren lässt
  • Workflows ohne KI aufsetzen, die stabil laufen
02

Phase 02: KI-Potenziale identifizieren

  • Schritte finden, in denen Interpretation oder Textarbeit nötig ist
  • Risiken und Chancen für den Einsatz von KI abwägen
  • Entscheiden, wo KI nur Vorschläge macht und wo sie automatisiert handeln darf
03

Phase 03: Umsetzung: KI in die Abläufe integrieren

  • KI-Module in bestehende Workflows einbauen
  • Prompts, Regeln und Grenzen definieren
  • Gemeinsam mit Ihren Mitarbeitenden testen und verfeinern
04

Phase 04: Schulung & Begleitung

  • Mitarbeitende im Umgang mit KI unterstützen
  • Rollen klären: Was macht die KI, was bleibt beim Menschen?
  • Unsicherheiten und Vorbehalte ernst nehmen und adressieren
05

Phase 05: Weiterentwicklung & nächste Schritte

  • Erfolge messen und kommunizieren
  • Weitere Prozesse identifizieren, die von KI profitieren können
  • Perspektivisch: Weg zu eigenständigen AI Agents skizzieren

Was Sie von Automatisierung mit KI erwarten können

Ziel ist nicht, Menschen überflüssig zu machen, sondern ihnen bessere Werkzeuge an die Hand zu geben.

  • Ihre Mitarbeitenden werden entlastet, nicht ersetzt
  • KI ergänzt klare Prozesse, statt Chaos zu erzeugen
  • Entscheidungen bleiben transparent und nachvollziehbar
  • Sie behalten die Kontrolle über Daten und Abläufe
  • Der Einstieg in spätere AI-Agent-Lösungen wird vorbereitet

Ihre Mitarbeitenden nutzen KI als Werkzeug, um ihre Arbeit angenehmer, genauer und wirkungsvoller zu machen. Nicht um sich selbst abzuschaffen.

Wollen Sie herausfinden, wo KI Ihre Automatisierung sinnvoll ergänzt?

Gemeinsam schauen wir uns Ihre bestehenden Prozesse an, identifizieren sinnvolle Einsatzpunkte für KI und bauen Lösungen, die Ihre Mitarbeitenden stärken statt ersetzen.

Kostenloses Erstgespräch vereinbaren